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Therapie-Angebote
Arbeitstherapie
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Konzept der Arbeitstherapie
des Isar-Amper-Klinikums - Klinik Taufkirchen (Vils)
1. Was ist Arbeitstherapie?
Arbeitstherapie ist ein
Behandlungsfeld der Ergotherapie, bei dem Arbeit unter wirklichkeitsnahen Bedingungen
als Mittel der Therapie eingesetzt wird. Der Patient wechselt zunehmend aus
der Rolle des Behandelten in die des Handelnden über.
Die Arbeitstherapie gehört als medizinisch - therapeutische Behandlung
zum Gesamtkonzept der Rehabilitation; sie wird vom Arzt verordnet und gilt als
Heilmittel.
Arbeitstherapie ist das älteste Therapieverfahren in der Psychiatrie!
2. Ziele
Verbesserung/Wiederherstellung
von:
- Grundarbeitsfähigkeiten
- sozialen Fähigkeiten
- motorischen Fähigkeiten
- körperlicher Belastbarkeit
- Alltagskompetenzen
3. Wir über uns!
Unser Arbeitstherapieangebot
gliedert sich in verschiedene Gruppen:
Hauswirtschaft
- Grundkenntnisse der Haushaltsführung
- Planung, Einkauf, Zubereitung
und gemeinsamer Verzehr
Backen
- backen auf Bestellung
- Organisation, Planung,
Einkauf und Ausführung
- Kunsthandwerk
fertigen von kunsthandwerklichen Dekorations- und Geschenkartikeln, jahreszeitlich
orientiert
Büro und Papier
- Erledigung hausinterner
Druckaufträge
- Schreibarbeiten am PC
- kreatives Gestalten mit
Papier und Pappe
Nähtraining
- individuelles Arbeiten
mit verschiedenen Textilien per Hand oder Maschine
- herstellen von Stofftieren,
Patchworkarbeiten usw.
Holz
- bearbeiten verschiedener
Holzarten
- anfertigen jahreszeitlich
bedingter Dekorationsartikel
Außengruppe
- gärtnerisch tätig
sein im Zyklus der Jahreszeiten
- Gestaltung und Durchführung
eigener Projekte
Offene Werkgruppe (nur
für S4)
- Umsetzung und Förderung
der eigenen Kreativität durch Seidenmalerei
- Anfertigung von Schmuck,
Bilderrahmen etc. aus Draht
Keramik (nur für
F3)
- Anfertigung von Dekoartikeln
und Geschirr; Einzelstücke oder Sets
- gießen, bearbeiten
und bemalen von Tonware
Weiterhin arbeiten unsere Ergotherapeuten auf acht von insgesamt zwölf Stationen
des Krankenhauses mit PatientInnen, die dort geschlossen untergebracht oder
körperlich nicht in der Lage sind, die zentrale Arbeitstherapie aufzusuchen.
Darüber hinaus
ist die Mitarbeit der PatientInnen bei den hausinternen Handwerksbetrieben
möglich.
4. Verkauf
Die in der Arbeitstherapie
hergestellten Produkte können von den PatientInnen selbst erworben werden
oder gehen in den hausinternen Verkauf.
Ihr Ansprechpartner:
Marlis Schröder
Leiterin Arbeitstherapie
Tel. 08084 / 934-312
e-mail: m.fuehrer@iak-kt.de
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Gestaltungstherapie
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Während die Arbeitstherapie schon seit dem vorigen Jahrhundert
einen festen Platz in der Behandlung von psychisch Kranken hat, ist die Gestaltungstherapie
noch relativ jung und hat sich erst nach dem zweiten Weltkrieg in unseren Kliniken
etabliert.
Ziel ist nicht irgendeine Beschäftigung für den Patienten zu
suchen, sondern individuelle Zugangsformen zu dem Patienten zu finden, d.h. zum Beispiel
auf der Ebene des kreativen handwerklichen und gestalterischen Schaffens, der Beziehung
und der Einzel- bzw. Gruppenarbeit. Dies bedeutet, daß eine große Vielfalt an
Materialien und Techniken, von Holzarbeiten über Arbeiten mit Stoff, Ton, Steinen,
Metall, Papier usw. zum Einsatz kommt.
Beispiele: Angler, Bremer Stadtmusikanten
Die Patienten werden eng und individuell von den Therapeuten betreut
und erleben sich in der Auseinandersetzung mit dem Material. Dabei kann Rückmeldung über
das eigene Tun neue Kräfte freisetzen. Zusätzlich fließen die eigenen Erfahrungen des
Patienten ein und können im therapeutischen Prozeß zu mehr Stabilität und neuen
Erkenntnissen über sich selbst führen.
In unserem Hause wie auch in den meisten anderen Kliniken hat sich
die stationsbezogene Arbeit mit Akutpatienten, Suchtpatienten und alten Patienten mit
psychischen Erkrankungen bewährt.
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Sport- und Bewegungstherapie
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Psychische Erkrankungen behindern oft den Zugang zu sinnvollen
körperlichen Tun. Viele Patienten haben schon lange Zeit wenig für ihre körperliche
Gesundheit getan. Hier setzen Sport- und Bewegungstherapie ein und helfen die körperliche
Verfassung wieder zu stabilisieren. Dies geschieht durch gezielte Entspannung, aber auch
Anspannung, teils auf spielerischer, teils auf sportlicher Ebene. Bei älteren Patienten
stehen Bewegungsübungen, z.B. einfache Spiele mit dem Ball bis hin zu tänzerischen
Bewegungsübungen auf dem Programm.
Seelische und körperliche Zusammenhänge und auch die sozialen Anteile werden dem
Patienten erkennbar und er hat die Möglichkeit den Wert der körperlichen Beschäftigung
auch für sein weiteres Leben zu erfahren.
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Musiktherapie
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Seit altersher ist die Wirkung von Musik auf das seelische Befinden
der Menschen bekannt. Auch im Bereich der Psychotherapie macht man sich diese Wirkung
zunutze. Dabei wird vom Patienten nicht verlangt, daß er besondere Kenntnisse oder
Fähigkeiten in der Musik hat oder gar ein Instrument spielen kann. Wahrnehmen und
Zuhören sind die ersten Schritte, dann vielleicht die Beteiligung am Gruppenprozeß durch
Nutzen eines Schlaginstrumentes, das Erspüren des eigenen Rhythmus, das Eingehen
auf die Geräusch- bzw. Musikproduktion der anderen, Entwicklung von Eigeninitiative
usw.
Beispiel:
Dieses Musizieren mündet in das therapeutische Gespräch mit dem
Musiktherapeuten und im weiteren wird versucht, den Patienten zu stabilisieren, zu
stärken, sich selbst und andere wieder wahrzunehmen.
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